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Tag 6 · Etappe 5

Alvor → Ferragudo

Vorbei an Störchen und Tordalken

6. Februar

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3 Min. Lesezeit
19,8 km
166 mAnstieg
124 mAbstieg
70 mhöchster Punkt
3 h 53in Bewegung
☀️ 16 °CWetter

Heute starten wir am Campingplatz Alvor. Das erste Stück der Etappe laufen wir durchs Dorf Richtung Küste. Durch kleine Gassen mit weißen Häuschen kommen wir zu einem großen Wohnmobilstellplatz am Dorfrand. Den überqueren wir und erreichen den Ozean. Wir laufen über Holzstege am breiten weißen Strand und dem strahlend blauen Wasser entlang. Kurz darauf verlassen wir den Steg, um näher am Meer zu laufen. Es ist schon wieder herrlich sonnig, und innerhalb einer halben Stunde sind wir von der dicken Daunen-Winterjacke und Weste bei T-Shirt und kurzer Hose angekommen. Herrlich, so Anfang Februar!

Der Strand endet an hohen, sandfarbenen Felsen. Wir überlegen gerade, wie wir einen Weg nach oben finden, als uns eine freundliche Portugiesin anspricht, die sich hier gut auskennt. Sie erzählt uns, dass wir Glück haben. Gerade ist Niedrigwasser, sodass wir noch ein Stück unterhalb der Felsen über den Strand weiterlaufen können. Es folgt ein traumhafter Abschnitt mit ausgewaschenen Felsen, kleinen Tunneln und natürlichen Brücken. Wow! In der Morgensonne leuchten die Felsen wunderschön orange, und die Spitzen werfen lange Schatten über den Sand. Was für ein besonderer Ort. Etwas später käme man hier nur noch mit dem Boot hin.

Über eine steile Treppe geht es an der Klippe nach oben. Dort verläuft der Pfad eine Weile oben entlang zwischen Sträuchern und Nadelbäumen, bevor wir wieder zum Strand absteigen, der uns nach Portimão bringt. Hier ist etwas mehr los, mit Leuten, die genau wie wir den Ozean und den Strand genießen. Dieser Strand endet an einer langen Mole, und auf der anderen Seite fließt ein Fluss. Also geht es wieder landeinwärts, auf der Suche nach einer Brücke über den Fluss. Diesmal nicht durch ein Naturschutzgebiet, sondern über den gemütlich belebten Kai von Portimão. Mit Blick Richtung Stadt sehen wir ein paar alte Schornsteine von Fischverarbeitungsbetrieben, die nicht mehr in Betrieb sind. Jeder einzelne ist von Störchen in Beschlag genommen, die hier ihre Nester gebaut haben. Wir haben inzwischen gut die Hälfte der Etappe hinter uns und machen Pause auf einem der Bänkchen am Kai beim kleinen Hafen.

Etwas weiter sehen wir schon die Brücke. Auf der anderen Seite liegt ein etwas größeres Hafengebiet, und wir laufen ein Stück an Lagerhallen und Betrieben vorbei. Aber es dauert nicht lange, bis wir wieder ins Dünengebiet kommen, am Fluss entlang Richtung Ozean. Wir kommen durch das Fischerörtchen Ferragudo, das hübsch und ursprünglich wirkt, mit Männern, die am Wasser mit Fischernetzen und Körben beschäftigt sind. Beim nächsten Strandabschnitt haben wir mit den Gezeiten weniger Glück. Wir kommen unterhalb einer großen Burg nicht weiter, also müssen wir umkehren und ein Stück zurück. Dafür sehen wir aber einen Tordalk, der auf der Suche nach Fisch auf dem Wasser dümpelt. Den hatten wir vorher noch nie gesehen!

Wir laufen zurück zur Straße, für das letzte Stückchen dieser Wanderung durchs Dorf. Was für eine schöne und abwechslungsreiche Etappe war das wieder!

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