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Tag 19 · Etappe 14

Monte Gordo → Ayamonte

Mit der Fähre über die Grenze

19. Februar

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Mit KI aus dem Niederländischen übersetzt · Das Original lesen

4 Min. Lesezeit
25,3 km
400 mAnstieg
370 mAbstieg
38 mhöchster Punkt
4 h 27in Bewegung
☁️ 19 °CWetter

Wir haben grob eine Route von Sagres bis Tarifa. Ein paar Tage bevor wir eine Etappe laufen, teilen wir sie in Stücke auf, die sich gut laufen lassen, und am Tag davor schauen wir uns das noch einmal genau an. Wie sieht die Route aus? Wo können wir mit Schwierigkeiten rechnen? Ist es viel Asphalt, schwieriges Gelände, oder erwarten wir, dass es sich gerade gut laufen lässt? Eine Etappe ist nur selten genau so, wie wir sie erwarten, aber das macht es ja auch spannend. Ab und zu weicht sie aber ganz gewaltig ab. So auch die heutige Etappe...

Wir bauen das Zelt ab, das vom Regen heute Morgen noch ein bisschen nass ist, aber als wir losgehen, ist es zum Glück wieder ganz trocken. Wir laufen am Campingplatz vorbei durch ein bewaldetes Dünengebiet Richtung Vila Real de Santo António, zwischen schönen Kiefern und hohen Büschen weiß blühenden Ginsters. Der Ort liegt am Guadiana, einem 818 km langen Fluss, der hier die Grenze zu Spanien bildet. Um ans andere Ufer zu kommen, müssen wir eine kleine Fähre nehmen. Gestern haben wir sicherheitshalber kurz nachgeschaut, ob sie fährt und wann die erste ablegt. Die Kasse war schon zu, aber die Tankstelle nebenan konnte uns sagen, dass die Fähre sonntags ab halb 10 fährt.

So haben wir reichlich Zeit, die nächste Fähre auf der Route zu erwischen, die 10 Kilometer weiter liegt und zwischen Punta del Mural und Isla Cristina pendelt. Kurz nach neun gehen wir durchs Zentrum zum Hafen. Alles ist noch zu, und das Boot fährt, wie sich herausstellt, doch erst um 10:15 Uhr. Dann haben wir noch ein Stündchen. Ein Restaurant hat offen, und mit einer Tasse Kaffee ist das Warten nicht so schlimm. Nur haben wir dadurch, sobald wir drüben sind, bloß noch zwei Stunden, um zur nächsten Fähre zu kommen. Sonst hat sie Mittagspause, und wir kommen erst nach 16 Uhr rüber.

Wir gehen an Bord der Fähre und verlassen das schöne, freundliche Portugal. Wir haben es in den letzten Wochen doch ein bisschen lieb gewonnen. Das Städtchen am anderen Ufer sieht auch hübsch aus, mit kleinen Gassen und alten Gebäuden. Aber wir müssen jetzt ordentlich Tempo machen und haben leider keine Zeit, uns hier umzusehen. Wir sind ziemlich schnell aus dem Ort heraus und folgen einer großen Straße Richtung Punta del Mural. Auf dem Asphalt marschieren wir zügig voran und schaffen es, eine Viertelstunde vor der Abfahrt am Hafen zu sein. Draußen steht das Schild, mit einem A4-Zettel darauf: diesen Monat kein Fährbetrieb…. Aii, so ein Mist. Die Füße tun weh und die Beine sind schwer vom Hetzen über den Asphalt, also suchen wir uns ein Bänkchen, um ein paar Möglichkeiten abzuwägen. Das andere Ufer wirkt so nah! Ohne Rucksack könnten wir locker hinüberschwimmen. Erst mal nachfragen, ob nicht doch ein anderes Boot fährt. Malou fragt am Hafen nach, aber leider, außerhalb der Saison ist da nichts zu machen. Bei Google sehen wir, dass es eine Busverbindung zum Hafen auf der anderen Seite gibt. Das heißt zweimal umsteigen, fast 2 Stunden Fahrzeit, und ehrlich gesagt fühlt es sich auch ein bisschen nach Schummeln an… Zu Fuß wären es bis zum Hafen gegenüber noch gut 20 Kilometer. Dann eben ein Hotel für die Nacht und die Kilometer morgen laufen, heute schaffen wir das nicht mehr. Im Internet sehen wir schnell, dass in diesem Hafenstädtchen alles, was geöffnet hat, ausgebucht ist, wahrscheinlich wegen Karneval. Dann also doch der Bus, der fährt in 10 Minuten. Wir warten und warten, aber leider, kein Bus. Eine halbe Stunde später ziehen wir den Schluss, dass es nur eine Option gibt: die 10 km zurück nach Ayamonte laufen, in das Städtchen, in dem wir heute Morgen mit der Fähre aus Portugal angekommen sind…

Hier gibt es keinen Campingplatz, aber zum Glück finden wir ein kleines Hotel mit einem freien Zimmer. Tja, das lief mal eben anders als geplant... Die vorbereitete Route für die kommenden Tage stellt das ganz schön auf den Kopf. Außer der Fähre vom Hafen, die nicht fuhr, hätten wir morgen noch eine andere Fähre nehmen müssen. Die von heute stand ganz normal mit Fahrzeiten im Internet, die von morgen ist ein bisschen riskant. Darauf setzen wir also lieber nicht. Zum Glück finden wir eine Radroute ein Stück abseits der Küste: die Vias Verdas de Litoral. Sie führt über das Städtchen Lepe ebenfalls Richtung Huelva. Leider keine Campingplätze, aber immerhin die richtige Richtung.

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