Wir beginnen diese 7. Etappe auf dem Campingplatz von Armação de Pêra. Die 7. Etappe, aber mit den Etappen des GR5 mitgerechnet ist das unsere 100.! Ein Meilenstein 😃

Wir haben beschlossen, diese Etappe von 24 Kilometern in zwei Teile aufzuteilen. Das Wetter ist auf einen Schlag ziemlich stürmisch geworden. Für heute Nachmittag ist viel Regen angesagt, und die steinigen Pfade können sehr schnell rutschig werden. In Albufeira nehmen wir den Bus zurück zum Campingplatz, um morgen wieder dorthin zu fahren und den Rest der Strecke zu laufen.

Vom Campingplatz laufen wir Richtung Dorf und Küste. Am Ozean angekommen biegen wir wieder nach Osten ab und laufen an den Fischerhütten, den bunten Booten und Gerätschaften vorbei. Ein ganz anderes Bild als die touristischen Küstenorte an der Algarve, durch die wir in den letzten Tagen gekommen sind. Wir gehen auf den Strand und laufen so nah wie möglich am Wasser, denn da ist der Sand am festesten, und versuchen, keine nassen Füße zu bekommen. Das Meer ist rau mit hohen Wellen, und der Himmel ist dunkel. Am Horizont kann man Wasser und Himmel kaum auseinanderhalten. Wir laufen den langen Strand entlang bis dorthin, wo die Felsen wieder bis ans Wasser reichen. Das lief sich richtig gut! Wir laufen in die Dünen. Die Klippen und Felsen sind auf diesem Abschnitt deutlich niedriger als dort, wo wir die letzten Tage gelaufen sind. Für uns heißt das also weniger Kraxelei zwischen den Stränden.

Allerdings ist in dieser Dünenlandschaft ein Wirrwarr an Pfaden entstanden, und der richtige Weg ist manchmal schwer zu finden. Aber zum Glück kommst du immer irgendwie richtig raus, solange du das Meer nur rechts von dir hast. Hier und da sieht man gut die Erosion dieses weichen Gesteins. Wir kommen an mehreren Dolinen vorbei. In einigen fließt das Meerwasser unter uns hindurch.

Über uns ist es inzwischen ein ganzes Stück aufgeklart, aber als wir hinter uns schauen, sehen wir, dass der Himmel wieder richtig dunkel geworden ist. Der Regen kommt... Zum Glück ist es nicht mehr weit bis Albufeira. Nach einer schnellen Pause verlassen wir ein Stück die Küste und laufen ziemlich zügig am Hafen vorbei ins Städtchen. Es nieselt, als wir in den Bus steigen. Für morgen bleibt nur noch ein kleines Stück von ca. 8 Kilometern übrig. Wenn die so laufen wie heute, haben wir morgen einen leichten Tag.