So, heute Morgen machen wir uns auf zu den letzten Kilometern entlang der Küste. Wir steigen zum Strand ab und folgen ihm bis zum Ende. Es ist Sonntagmorgen und wieder herrliches Wetter, also ist es voll. Viele Leute mit Hunden, spielende Kinder und vor allem viele Surfer sind am Strand und im Wasser. Die Wellen sind heute ein ganzes Stück niedriger als gestern, aber selbst jetzt sieht man gut, warum dieser Küstenstreifen als surfers paradise bekannt ist.
Hier mündet ein kleiner Fluss ins Meer. Er ist gerade zu tief, um mit unseren Schuhen hindurchzuwaten, und die Brücke ist uns ein bisschen zu weit. Also: Schuhe aus und barfuß weiter. Herrlich, so durchs Wasser zu laufen. Wir lassen die Schuhe aus und laufen barfuß, durch das frische Ozeanwasser, die letzten Kilometer. Das letzte Stückchen Land kommt schnell näher. Und damit auch das Ende dieses ersten Teils unserer neuen Tour nach Nizza. Am Ende des Strandes klettern wir zu einem Sträßchen hinauf, das zur Isla de Tarifa führt. Das ist wirklich der südlichste Punkt, den du zu Fuß erreichen kannst. Uns war überhaupt nicht klar gewesen, dass mit dem Ende des Ozeans, auf der anderen Seite dieser Straße, das Mittelmeer beginnt, das wir von hier aus vor uns liegen sehen. Das Wasser ist sofort ruhig, glatt und azurblau. So kennen wir es aus Nizza. Gute Erinnerungen und gute Aussichten! Auf die Isla de Tarifa können wir leider nicht, sie ist abgesperrt und nur mit Führung zu besuchen, aber wir haben unser Ziel für jetzt erreicht. Und hier am Ende des Strandes, am Ende des Ozeans, am Ende der grünen Hügel und nach fast 600 Kilometern beginnt für uns die neue Tour nach Norden: mit dem Meer im Rücken durch das spanische Hinterland Richtung Pyrenäen. Wir sind gespannt, wie es wird, aber den Ozean werden wir noch vermissen...


